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Humboldtforum, Berlin

AuftraggeberSenatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Abteilung Städtebau und Projekte, Berlin

Wettbewerb2012

Um das Fremde zu verstehen,muss man das Eigene begreifen. Erprobt in der Selbsterfindung, versucht sich Berlin an einem Humboldtforum. Ein Ort der historischen Geschehnisse, der Katastrophen und politischen Irrtümer sucht Frieden, Würde, Festlichkeit. Eine Stätte will neu gelesen, Räume wollen bespielt, Blicke bebildert sein. Zentrum Berlins, Scharnier der Museumsinsel, historisch aufgeladener Raum, Leerstelle: Das neue alte Schloss ist eine Projektion gesellschaftlicher und städtebaulicher Sehnsüchte. Damit es authentisch werden kann, ist es auf eine respektvolle, behutsame, aber auch wirksame Inszenierung angewiesen. Die Außenräume sollen den Weg des Schlosses in eine glaubwürdige Zukunft ebnen – als Bewohnbarmachung, Verständnishilfe, Erinnerungsträger und Interpretationsangebot.

Unter den Linden, und nur hier, ist das Schloss aus großer Distanz als Blickpunkt sichtbar. Diese Achse ist zum wichtigsten städtebaulichen Zugang auf die Museumsinsel prädestiniert. Die Flächen zwischen Schlossbrücke und Schloss werden freigespielt. Das Humboldtforum wird von Westen her in einer postkartentauglichen Totale inszeniert.

Die Platzfläche des Humboldtforums wird mit einem Belag aus Pflasterklinkerplatten veredelt. Sie bietet eine teppichartige Unterlage für den wirkungsvollen Auftritt des Schlosses.
Farbigkeit, Ornament und Stofflichkeit der Platzfläche üben sich in nobler Unaufdringlichkeit, bis nachts das Spiegelbild des erleuchteten Schlosses die schimmernde Oberfläche verzaubert.

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