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Jardins de l’Hôtel de Ville et de l’Hôtel de la Poste, Sierre

BauherrVille de Sierre / Bourgeoisie de Sierre

Wettbewerb1. Rang / 1. Preis, 2003

Planung und Realisierung2003 - 2005

Die befestigte Terrasse des Hôtel de Ville wurde vor Jahrhunderten direkt an den durch die Talebene mäandrierenden Rhonelauf gesetzt. Später haben Simplonbahn und Orientexpress Touristen aus den Metropolen Europas hier stranden lassen. Um 1900 bietet die Naturlandschaft mit Kiesaufschwemmungen, kleinen Seen, Nutzgärten die urtümliche Umgebung für eine utopische Insel – einen Hotelgarten im englischen Stil.
Am Idealzustand des Fin-de-Siècle, dokumentiert auf alten Fotos, und durch einige Pflanzen, die überlebt haben, fasziniert die botanische Diversität und die Folge von Plätzen und Promenaden. Die Neugestaltung ist vom Geist des 19. Jahrhunderts inspiriert, das Pflanzen sammelte und systematisierte wie im Zoo die Tiere. Rund um geheimnisvoll verwachsene, farbenreiche Fundstücke sind zur Erinnerung an die einstigen Hecken „blühende Steine“ gesetzt; andere (die Steineiche, der Portugiesische Kirschlorbeer) entziehen sich als „erratische Pflanzen“ der Ordnung. Vegetationsbilder wechseln einander in einem farbigen Jahreszyklus ab. Auf der mit einem Stabilizer-Belag verfestigten Fläche entfaltet sich nun wieder eine Welt im Kleinen, die sich an der Urform des englischen Gartens orientiert: skurrilen Landschaften, mit denen der chinesische Kaiser die Landschaften seines Reichs in seinem Palast hatte nachbauen lassen. So bietet die einzigartige Umgebung nun mit dem barocken Schlosssaal eine festliche Umgebung für gesellschaftliche Anlässe.

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