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Neumarktplatz, Biel

BauherrStadt Biel, Abteilung Hochbau

IngenieurKontextplan AG, Roduner BSB + Partner, Conzett Bronzini Gartmann

Wettbewerb1. Preis, 2012

Planung und Realisierung2012 - 2017

Gegenwart ist das Thema des Projekts – und zwar im doppelten Wortsinn: die Gegenwart der Vergangenheit einerseits, die Gegenwart der Stadt im Platz andererseits. Nicht aus gestalterischer Extravaganz, sondern aus dem sinnerfüllten Ganzen von Erinnerung und Raum will das Projekt seine Präsenz schöpfen. Der Neumarkt soll in der Textur der Stadt aufgehen, soll die Stadt erklären und reparieren. Er inszeniert die Stadt, die sich ringsum mit Häusern aus allen Phasen der gemeinsamen Geschichte versammelt.

Am Ursprung der Gestaltungsidee stehen die Alleen und Baumreihen des  Quartiers, vertreten durch die alten Kastanien an der General-Dufour-Strasse. Die bestehende Baumreihe entlang der Neumarktstrasse wird an den Rand der Platzfläche versetzt. An der Reitschulstrasse entlang dient eine Baumreihe als Schattenspender und Raumbegrenzung zur anschliessenden Häuserzeile. Zur Freiestrasse hin verdichten sich die Bäume zu einem Boskett. Dieses schafft Abstand zwischen der Lärm-Immissionsquelle Freiestrasse und der Platzfläche, nimmt den Infrastrukturpavillon auf und transponiert das Thema in die dritte Dimension. Lücken an beiden Schmalseiten bieten Zufahrtsmöglichkeiten auf den Platz. Zu Gunsten des Gesamtbildes, dem unerwünschten Eindruck einer Achsenbildung vorbeugend, sind sie im Versatz angeordnet. Mit einem leichten Schnitt werden die Bäume in eine kompakte, kontrollierte Form gebracht und so auch die Höhe kontrolliert.

Mitarbeit Architekturhistoriker: Christoph Schläppi

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