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Schulanlage Gönhard, Aarau

ArchitektRoger Boltshauser Architekten, Zürich

Wettbewerb1. Preis, 2008

Planung und Realisierung2008 - 2012

Die in den Parkraum gebetteten Pavillons des Gönhardschulhauses definieren vielfältige Aussenräume und Höfe. Der architektonische Eingriff wahrt vorhandene Qualitäten, repariert und ergänzt pragmatisch, aber wesensgerecht. Die Umgebung wird im gleichen Geist schonungsvoll instandgesetzt und punktuell ergänzt.
Grünkörper und Hügel am Rand der alten Anlage werden ausgeräumt. Damit wird der Raum ausgeweitet, wird der Gönhardweg als Teil einer öffentlichen Parkanlage erfahrbar. Das Wegnetz erhält neue Beläge. Die Bordüren werden mit den bewährten Gneisplatten repariert. Neue Erschliessungen und Trampelpfade werden befestigt. Brunnen und andere bestehende Elemente werden instand gesetzt.
Freigespielt sind auch die alten Solitärbäume: die Eiche im Zentrum der Anlage, die Hainbuchen am Zugang zu den Höfen, Linde und Ahorn bei der Turnhalle. Jeder Hof erhält einen neuen Ahorn. Andere Bäume werden durch Lärchen ersetzt oder abgeholzt, insgesamt der Baumbestand geklärt. Eine Baumreihe an der Weitsprunganlage schafft Distanz zu den Nachbargrundstücken.
Grünkörper sind schützend zwischen die Schulzimmer und Pausenhöfe gebettet. Ihre unterschiedlichen Bepflanzungen prägen die individuellen Atmosphären der Höfe. Im jährlichen Wechsel von einem Schulhaustrakt zum nächsten erleben die Schulkinder ihren Altersfortschritt.
Der neue Aussenraum bereichert die Anlage um eine heitere, offene Atmosphäre, wie sie an den Schulhäusern der Jurasüdfussarchitektur geschätzt wird.

Auszeichnungen: Eidgenössischer Denkmalpreis 2014; Wakkerpreis Stadt Aarau 2014

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