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Studienauftrag ZIC, Kemptthal

AuftraggeberGivaudan Schweiz AG

ArchitektBoltshauser Architekten, Zürich

Prägend für den Ort ist die industriegeschichtliche Vergangenheit.
Pragmatismus, Funktionalität, und Leere bestimmen das Areal auch
künftig. Die bestehenden Bodenbeläge mit Flickwerken werden im Sinne der
Spurensicherung an diese Geschichtlichkeit erhalten und nur dort verletzt,
wo die Vegetation und die Entwässerung neu eingefügt wird. Als abstraktes,
artifizielles Bodenmuster werden hierfür mikroskopische Bilder der
Zellenstrukturen von Weichholzarten einem Teppich gleich über die
bestehenden Belagsflächen gezogen. Ebendiese Baumarten prägen das
Vegetationskonzept mit den schnellwüchsigen Ruderal- und Pionierarten
wir Birke, Erle, Zitterpappel oder Weiden. Im Unterholz entwickeln sich
punktuell mesophile Pflanzengesellschaften auf dem kiesigen Untergrund.
Die kontrollierte Wildnis von Holzquerschnitten als Teppich überlagert.
Präzise Baumbosketts besetzen künftige Baufelder und nehmen die
räumliche Entwicklung des Areals vorweg. Der stete Umbruch wird zum
Programm und somit wichtiger Bestandteil des künftigen
Entwicklungsprozesses.

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