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1. Etappe

2. Etappe

3. Etappe

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Wohnen auf dem Zurlaubenhof, Zug

BauherrFamilie Bossard AG

ArchitektBoltshauser Architekten, Zürich

Wettbewerb1. Preis

Planung und Realisierung2015 - 2022

Denkmalgeschütztes Ensemble Zug Zurlaubenhof Idee Aussenraum

Entwicklung aus dem Bestehenden / Neuinterpretation von Vorhandenem

 

Herleitung der übergeordneten Idee

Die Gestaltung der neu geschaffenen Aussenraumsituationen knüpft an die Idee des bestehenden Hortus conclusus an. Dieser, das Gut Zurlaubenhof gartendenkmalpflegerisch prägende Bereich, eingefriedet von einer Mauer, als Ort des Rückzugs und der Ruhe, inspiriert zur Neuinterpretation sowie Adaption der Idee einer umschlossenen Raumsituation für alle Bauetappen. Die Gebäude sind so angeordnet, dass sie jeweils eine Hofsituation schaffen, die die Erschliessung der Gebäude auf einem Niveau ermöglicht. Ein allseitig bespielbarer Raum entsteht. Er suggeriert Gemeinschaft, lässt vielseitige Nutzungen zu und wirkt als selbstverständliches Element in der Gesamtanlage. Rückseitig aller Gebäude fliesst die bestehende Wiesenlandschaft an diese heran und bindet sie optimal in die Landschaft ein. Dem Grünraum, dem prägenden Obstwiesencharakter, wird Raum gegeben trotz neuer Flächenausnutzung. Ein definiertes Innen und Aussen entsteht.

Gestaltung der drei Höfe (Etappe 1-3)

Eine Ausformung der Höfe wird angestrebt, die innerhalb des Ensembles Zurlaubenhof Einheitlichkeit schafft. Somit werden die Themen Materialität, räumliche Ausformulierung und Bepflanzung in jedem Hof gleich, jedoch an die örtlichen Gegebenheiten angepasst, behandelt. Jeder der Höfe wird durch eine Mitte, besetzt durch einen Brunnen, definiert. Je sechs Gehölze pro Hof sind in einer bestimmten Anordnung zueinander platziert und schaffen stimmungsvolle Aufenthaltsorte sowie einprägsame Bilder. Die Gehölzarten werden aus dem Bestand entwickelt. Drei der sechs Gehölze sind Formgehölze (Topiaria), angelehnt an die zwei bestehenden Eiben im Parterregarten, drei mittelgrosse Hochstämme (Laubgehölze). Die Platzmaterialität entwickelt sich aus der Fassadenarchitektur und legt sich wie ein Teppich auf den Hof. Als Herausstellungsmerkmal und räumliche Massstabsgebung wird der Belag mit einem einheitlichen Muster besetzt. Ausgestanzt aus diesem werden geometrische, sich pro Hof unterscheidende, Aufenthaltsbereiche. Mobile Bestuhlung und Bepflanzung lässt jeglicher Art von Nutzung Raum. Die Idee der allseitig bespielbaren, sich der Architektur annähernden, mit ihr eine Einheit bildenden, Freiraumgestaltung stellt den optimalen Umgang mit einem, in den Bestand eingreifenden Akt dar. Sensibel werden neue Bausteine einem über Jahrzehnte entstandenen Ensemble hinzugefügt.

 

 

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